Geschichte der Schule am Burghof

(ehemalige Kath. Grundschule Marsberg)

 in Auszügen 

von H. Runte,

überarbeitet von D. Rose


Schwierige Anfänge unserer Schule

Am 25. August 1969 wurde nach der Aufteilung der alten Volksschule in Grund- und Hauptschule die Katholische Grundschule Marsberg eingerichtet.

In 10 Klassen wurden 376 Schüler - 206 Jungen und 170 Mädchen - von 7 Lehrern unterrichtet. Rektor war Reinhard Sikora.

Von diesen Lehrern der erste Stunde war bis zum Januar 2007 nur noch Johanna Schaefers, geb. Schroer, an der Schule.

8 Klassen waren im alten Schulgebäude am Kirchplatz - heute nicht mehr vorhanden -, 2 Klassen in der damals noch Evangelischen Bekenntnisschule untergebracht. Lehrerzimmer und Lehrmittelraum waren zunächst nicht vorhanden, wurden aber später durch die Teilung eines Klassenraums eingerichtet. Erst im Schuljahr 1975/76 konnten endlich alle Klassen der Grundschule und auch der Schulkindergarten in das Gebäude am Burghof, in dem vorher die Hauptschule und Klassen der Realschule unterrichtet wurden, einziehen. Allerdings wurde auch die Sonderschule in dem Gebäude untergebracht. Im Laufe der Zeit hat sich ein gutes Verhältnis der beiden Schulen untereinander entwickelt.

Schulkindergarten

Am 1. 09. 1969 wurde der Schulkindergarten eingerichtet und ebenfalls im Gebäude der Evangelischen Schule untergebracht. Erste Leiterin war Eva-Maria Jakobs aus Brilon. Am 9. September 1974 übernahm Heribert Schneider, der heute noch an der Schule unterrichtet, die Leitung. Mit Ablauf des Schuljahres 2004/2005 wurden die Schulkindergärten im Land NRW zu Gunsten eines Diagnostik- und Förderunterrichts geschlossen.

Sekretärinnen

Am 2. November 1974 bekamen wir auch eine Sekretärin, Ingeborg Kanthak. Ihre Nachfolgerin ist heute Marianne Urner. Beide erledigten ihre Arbeiten sehr umsichtig und gewissenhaft und waren und sind bei den Kindern äußerst beliebt.

 

5-Tage-Woche

Die 5-Tage-Woche ist heute selbstverständlich. Ab 1. August 1976 genehmigte der Regierungspräsident auf Antrag der Lehrerschaft und der Schulpflegschaft die Einführung e i n e s freien Samstags im Monat. Ab 1. August 1977 waren der 1. und der 3. Samstag frei. Zum Schuljahr 1982/83 stimmte die Schulkonferenz mit Mehrheit für die volle Durchführung der 5-Tage-Woche.

 

Zusammenarbeit mit der Kirche

Bis zum heutigen Tag gibt es der Zielsetzung einer Katholischen Schule gemäß eine gute Zusammenarbeit mit der Kirche. Zusammen mit den Pröpsten und Vikaren der Gemeinde wurden und werden Schulmessen, Andachten und Höhepunkte des Kirchenjahres - St. Martin, Familiengottesdienste, Weihnachtsmesse, Dreikönigstag u.a. - gestaltet. Die jeweiligen Vikare erteilten auch den pfarramtlichen Unterricht in der Schule.

 

Verabschiedung

Am 18. Juni 1985 wurde Rektor Reinhard Sikora feierlich zusammen mit dem Kollegen Edmund Alder verabschiedet. In seiner Laudatio sagte Schulamtsdirektor Bödger u. a.: „Sie haben die Schüler begeistert, haben Profil entwickelt und aus ihrem tiefen Glauben heraus haben sie die Schüler geformt."  

 

Neuer Schulleiter

Am 5. August 1985 begann der neue Rektor Hermann Runte seinen Dienst. Eingeführt wurde er durch den damaligen Schulamtsdirektor Josef Schauerte. 201 Schüler wurden zu dem Zeitpunkt von 11 Lehrern unterrichtet. Herr Schneider leitete weiterhin den Schulkindergarten.

 

Schulhof- und Schulgartengestaltung

Im Mai 1990 wurde mit einem großen Schulfest die Fertigstellung des Schulhofes mit Spielgeräten, Ruhezone und Basketballplatz sowie des ökologisch angelegten Schulgartens, zu dem Heribert Schneider maßgeblich beigetragen hat, gefeiert.

Im Januar 1991 wurde durch Stadtdirektor Hille und Bürgermeister Schandelle der Arbeitsgemeinschaft Schulgarten der Umweltschutzpreis für den Bio-Garten verliehen.

 

Computerarbeit

Seit dem Schuljahr 1995/96 gibt es in der Schule Computer für die Schüler. Diese wurden im Laufe der Zeit immer wieder durch moderne Computer ersetzt. Heute können bis zu 20 Schüler an aktuellen Lernprogrammen in Form von Arbeitsgemeinschaften üben und lernen, da im Sommer 2009 neue Computer und Monitore im Computerraum und in den einzelnen Klassen installiert wurden. Die meisten Computer sind überdies mit dem Internet verbunden, so dass die Kinder Suchmaschinen oder das Lesequiz bei Antolin benutzen können.

Auch die Ganztagsschule profitiert von diesen Geräten. Durchgeführt wurde dort sogar ein Kurs für das Zehn-Finger-Schreiben mit einem kindgemäßen Programm.

 

Rechtschreibreform

Seit dem 1. August 1998 gelten die neuen Rechtschreibregeln. Nach einer Überarbeitungsphase sind nun die „endgültigen" Rechtschreibregeln seit dem 1. August 2006 gültig. Ziel ist es, die Rechtschreibung zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Hoffentlich!

 

Mitmach-Zirkus am 1.12. Juni 2001

„Kleine Clowns in der Manege - Grundschüler werden Artisten", so lauteten die Überschriften in den örtlichen Zeitungen.

Zusammen mit dem Mitmach-Zirkus Sperlich gestalteten 257 Schülerinnen und Schüler unserer Schule für Eltern, die Schulen der Stadt und Besucher vor ausverkauften 5 Vorstellungen Zirkus.

 

Wechsel in der Schulleitung

Am 30. Juni 2005 wurde Rektor Hermann Runte nach 20 Jahren Schulleitung in den Ruhestand verabschiedet.

Mit Herz, Hirn und Hand prägte er Profil und Ansehen der Grundschule. Seine fachlichen und menschlichen Qualitäten sowie seine humorvolle Art war im Kollegium sehr geschätzt.

Neue Schulleiterin ist mit Beginn des Schuljahres 2005/06 Anne Degenhardt.

 

Leseförderung

Die Schulbücherei wurde ergänzt durch eine gemütliche Leseecke mit Sofa und vielen Kissen. Der Bücherbestand wurde erweitert und ein Computer mit einem Bücherei-Programm angeschafft. Die Bücher sind nun alle elektronisch erfasst und haben ein Etikett mit einem Strichcode, damit das Ausleihen von Büchern wesentlich schneller und ohne Papier erfolgen kann. Möglich wurde dies alles durch die Spende der Firma Röleke GmbH & Co.KG.

Die Schullizenz für das Internet-Programm Antolin ist seit dem Schuljahr 2007/2008 von de Grundschule erworben worden. Schülerinnen und Schüler erhalten einen Benutzernamen und ein Kennwort, mit dem sie sich dort einloggen und Quizfragen zu zu verschiedenen Büchern beantworten können.

 

VERA

Die erstmalige Durchführung der Vergleichsarbeiten im Schuljahr 2004/2005 in der vierten Klasse waren mit einer großen organisatorischen Vorbereitung und einer immensen Nachbereitung verbunden. Im Laufe der Jahre wurde die Organisation verbessert und der Termin in die dritte Klasse verlegt, damit im vierten Schuljahr noch entsprechende Fördermaßnahmen durchgeführt werden können.

 

Offene Ganztagsschule (OGS)

Im Schuljahr 2006/2007 wurde die Offene Ganztagsschule in den ehemaligen Räumen unseres Schulkindergartens eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem Sozialwerk Sauerland und der Stadt Marsberg wurden Mitarbeiter eingestellt, Unkostenbeiträge festgelegt, Arbeitsgemeinschaften gebildet und vieles mehr.

Die OGS begann ihre Betreuung mit 23 Kindern, im Schuljahr 2009/2010 besuchen nun schon über 50 Kinder die Einrichtung.

 

Grundschule Obermarsberg

Im Juni 2007 wurde die Grundschule Obermarsberg aufgrund der sinkenden Besuchszahlen geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler besuchen ab dem Schuljahr 2007/2008 die beiden Grundschulen in Niedermarsberg.

 

Sprachstandserhebungen

Als erstes Bundesland führt Nordrhein-Westfalen im März 2007 verpflichtende Sprachtests für alle vierjährigen ein. In einem ersten Schritt werden die Kinder von einem Grundschullehrer und einem Erzieher in der Gruppe getestet. Ein zweiter individueller Test wird danach für schwächere Kinder und solche, die keine Kita besuchen, verpflichtend. Im Kindergarten sollen die Kinder sprachlich gefördert werden, damit sie zum Zeitpunkt der Einschulung keine sprachlichen Defizite mehr aufweisen.

 

Unser Schulverbund

Im Schuljahr 2007/2008 entstand der Schulverbund Marsberg - Erlinghausen. Die Stammschule befand sich in Niedermarsberg. Der Teilstandort Erlinghausen lag ca. 6 km entfernt.

Damals unterrichteten Frau Stolte und Herr Prott zwei jahrgangsübergreifende Klassen. Seit dem Schuljahr 2008/2009 wurde nur noch eine jahrgangsübergreifende Klasse 1/2 in Erlinghausen unterrichtet. In Marsberg selbst befanden sich 11 jahrgangsbezogene Klassen.

 

Schule am Burghof

Im Schuljahr 2010/2011 ergab sich für unsere Schule eine enorme Veränderung. Beim Umgestalten der gesamten Schullandschaft wurde der Standort Erlinghausen geschlossen. Auch die Gemeinschaftsgrundschule in Niedermarsberg musste ihre Türen schließen und die meisten Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen wechselten an unsere Schule. Dadurch wurden wir vierzügig. Nur der erste Jahrgang war dreizügig. Somit lebten und lernten an unserer Schule rund 390 Kinder in 15 verschiedenen Klassen. Dies wurde auch zum Anlass genommen, um den Namen unserer Schule zu ändern. Aus der „Augustinus-Baumann-Schule” wurde die „Schule am Burghof”.

 

Baumaßnahmen

Aus dem Konjunkturpaket II erhielt unsere Schule eine komplette Dämmung der Außenwände, eine neue Fensterfront im Treppenhaus, neue Fenster in allen Klassenräumen sowie eine komplette Sanierung der Klassenräume im Keller. Die Arbeiten begannen im Herbst 2009 mit der Erneuerung der Fenster und endeten im Sommer 2011 mit dem Anstrich des Gebäudesockels und der Neugestaltung des Schulgartens.

 

Wechsel in der Schulleitung

Am 27. Juni 2014 wurde die Rektorin Anne Degenhardt in den Ruhestand verabschiedet. 9 Jahre lang leitete sie die Geschicke der Schule am Burghof. Mit Herzlichkeit und Freundlichkeit steuerte sie unser Schulschiff durch ruhigere und unruhigere Zeiten.

Ab dem Schuljahr 2014/15 hat Diana Rose die Schulleitung übernommen. Als Vertreterin steht ihr Gudrun Fobbe-Bunse zur Seite.

Schule für gemeinsames Lernen

Als Vorreiterschule konnten wir bereits im Schuljahr 2013/14 Erfahrungen zum gemeinsamen Lernen sammeln und ein Konzept aufstellen.

Im darauf folgenden Schuljahr 2014/15 sind wir ab dem 1.8.14 GL-Schule (Schule für gemeinsames Lernen) geworden. Es umfasst die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung. Wir werden in unserem Team von einer Förderschullehrerin unterstützt. Unter folgenden Links kann das Konzept eingesehen werden.

Förderkonzept

Einsatz der Sonderpädagogin